Nach erster Heimniederlage, Boden im Aufstiegsrennen verloren

31.03.2025

Nach einer Woche Pause stand die Heimpartie gegen Borea Dresden auf dem Programm. Das Hinspiel wurde mit 0:3 verloren und so wollte man mit der bekannten Heimstärke Revanche nehmen. Am Ende gingen die meisten der 277 Zuschauer eher enttäuscht nach Hause.

Was immer sich die Mannschaft vorgenommen hatte, in der ersten Stunde war davon nichts zu sehen. Borea bestimmte von Beginn an das Geschehen und bereits nach zehn Minuten musste Tom Müller zwei Mal in höchster Not klären. In der 20.Minute ging Borea verdient in Führung, durch Jon Latifaj, wobei die Riesaer Abwehr wiederum nicht gut aussah. Weitere Möglichkeiten brachten die Gäste glücklicherweise nicht im Stahltor unter, so dass zur Halbzeit noch Hoffnung bestand. Die Riesaer hatten die gesamte erste Hälfte große Mühe, die Dresdner in den Griff zu bekommen. Man war sichtlich überrascht, wie  intensiv und kompromisslos die Gäste den Hausherren den Schneid abkauften.

Nach dr Pause hofften die Zuschauer auf eine Besserung. Doch änderte sich zunächst wenig. Nach 50. Minuten dann der erste Hoffnungschimmer und gleichzeitig ein Weckruf. Marcel Fricke setzte einen Freistoß aus knapp 20 Metern nur Zentimeter über das Tor. Jetzt ging auch ein Ruck durch die Mannschaft. Die vermutlich schwere Knieverletzung von Kapitän Robin Brand motivierte die Spieler zusätzlich. Nun konnte man den Gegner endlich mal unter Druck setzen und Marvin Reinkober hatte gleich zwei Chancen. Der nächste Rückschlag folgte kurz darauf, als sich Carlo Schmidt bei einem gegnerischen Foul eine große Platzwunde über dem Auge zuzog und ebenfalls ausgewechselt werden musste. Kurz darauf folgte der wohl beste Stahlspielzug des Tages. Ein schneller Ball aus dem Mittelfeld legte Marcel Fricke mit der Brust auf Nic Heuer ab. Der läuft halbrechts in den Strafraum und schiesst den Ball zum umjubelten Ausgleich in lange Eck (69.). Nun geriet auch Borea ins Schwimmen, doch nach 76 Minuten war der Vorteil dahin. Franz Josef Zech beging tief in der gegnerischen Hälfte ein taktisches Foul. Da er jedoch schon Gelb gesehen hatte, schickte ihn Schiedsrichter Cedric de Parade zum vorzeitigen Duschen. Ehe sich Stahl nun wieder geordnet hatte gelang den Gästen, durch einen Konter über die linke Seite, die erneute Führung. Torschütze war in der 80. Minute  Oscar Haustein. Stahl gab auch in Unterzahl nicht auf, bemühte sich, durch ein besseres Flügelspiel zum Erfolg zu kommen, doch der Ausgleich fiel nicht mehr. So ging Borea als erste Gastmannschaft in dieser Saison siegreich vom Rasen der Feralpi Arena.

Der Trend zeigt im Moment eher nach unten und mit den neuen Verletzten wird es nicht leichter. Vielleicht zeigt die Mannschaft ja gerade beim Auswärtsspiel am nächsten Samstag in Neugersdorf eine Trotzreaktion!

Stahl spielte mit: Tom Müller, Georg Liesch, Vladyslav Skala (ab 46. Carlo Schmidt, ab 68. Gillian Köhler), Nic Heuer, Robin Brand (ab 58. Niklas Noah Pohl), Harty Scholz, Marvin Reinkober, Marcel Fricke, Daniel Michann, Franz Josef Zech, Justin Seher

Gelb: Fricke, Reinkober, Zech, Liesch, Co-Trainer Lorentschat

Gelb/Rot: Zech


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