Vermeidbare Niederlage bei Flutlichtpremiere auswärts
Premiere in der Geschichte der neuen BSG. Zum ersten Mal trat man an einem Freitagabend auswärts zu einem Flutlichtspiel an. Im Markranstädter Stadion am Bad sahen über 200 Zuschauer ein durchaus abwechslungsreiches Spiel, in dem die Gastgeber am Ende mit 4:2 die Oberhand behielten.
Stahltrainer Daniel Wohllebe musste auf kurzfristig auf den erkrankten Stammtorhüter Tom Müller und den längerfristig verletzten Dennis Leonhardt verzichten. Trotzdem wollte die Mannschaft zeigen, dass sie es besser können als beim durchwachsenen Auftritt gegen Pirna Copitz am letzten Wochenende.
Bereits in der ersten Minute stürmten sie nach vorn und nach einer Ecke flog der Ball sehr knapp am langen Pfosten vorbei. Nur kurze Zeit später dann die frühe Führung für die BSG. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß flankte Marvin Reinkober von links perfekt auf Marcel Fricke, der aus fünf Metern zum 0:1 einköpfte. Das gab der Mannschaft Selbstvertrauen, während die Gastgeber bis zur 15. Minute brauchten, um erstmalig vorm Stahltor aufzutauchen. In der Folgezeit verlegte sich die BSG zu sehr auf die Verteidigung des Vorsprungs und überließ dem Gegner Ball und Spielkontrolle. In der 22. Minute spielten die Gastgeber einen perfekten Pass in die Schnittstelle der linken Riesaer Abwehrseite und Schleehahn hatte keine Mühe den Ausgleich zu erzielen. Richard Reichel verhinderte mit einer Faustabwehr, nach einer guten halben Stunde, die Führung der Gastgeber. Fast wäre die Stahlelf vor der Pause noch zum Führungstreffer gekommen, doch Georg Liesch und Marvin Reinkober brachten den Ball bei einem schönen Konter nicht im Netz unter. Stattdessen fiel in der Nachspielzeit der ersten Hälfte ein Tor auf der anderen Seite. Eine Ecke von rechts wurde verlängert und der am zweiten Pfosten sträflich freistehende Freigang köpfte ein. Wie schon gegen Copitz ein Gegentor zum unglücklichsten Zeitpunkt.
Nun war die Stahlelf wieder gefordert und hatte durch Marvin Reinkobers abgefälschten Schuss (48.) die erste Möglichkeit. Man bemühte sich weiterhin um den Ausgleich, nur gab es im Vorwärtsgang zu oft leichte Fehler und Ballverluste. So auch in der 66. Minute, als ein schneller Konter die Riesaer Abwehr erneut aushebelte und Schlehahn das 3:1 erzielte. Keine 120 Sekunden später flammte bei Stahl die Hoffnung wieder auf. Nic Heuer setzte sich auf dem rechten Flügel durch und Marcel Fricke versenkte mit einem Volleyschuss die Eingabe zum 2:3 Anschlusstreffer. Direkt danach kam auch noch Pech für die Riesaer dazu, denn einen scharf aufs Tor gezogenen Freistoß von Marcel Fricke blockte ausgerechnet sein eigener Kapitän kurz vor der Linie ab. Nur fünf Minuten später stellte Tom Grellmann dann den alten Abstand wieder her. Die Entscheidung fiel wieder nach einem Konter. Riesas Verteidiger rutschte aus und ermöglichte den Makranstädtern die Gelegenheit, welche man auch nutzte. Danach kämpfte Stahl um den erneuten Anschluss doch erlahmende Kräfte und Ungenauigkeiten beim entscheidenden Pass verhinderten ein weiteres Tor.
Eine insgesamt vermeidbare Niederlage, die den Abstand nach vorn immer größer werden lässt und einen Aufstieg in die weite Ferne rückt. Nächste Woche ist mal Zeit zum Luft holen. Am 29.3 gastiert dann Borea Dresden in der heimatlichen Feralpi Arena. Anstoß 14.00 Uhr.
Stahl spielte mit: Richard Reichel, Georg Liesch, Vlady Skala, Carlo Schmidt ab 58. Franz Josef Zech)Robin Brand ( ab 83. Louis Reichmann), Niklas Noah Pohl (ab 58. Nic Heuer), Harty Scholz, Marvin Reinkober, Marcel Fricke, Jonas Schreiber ( ab 76. Lennox Schubert), Justin Seher
Gelb: Scholz